Prof. Dr. Jens Wolling

TU ILMENAU  Empirische Medienforschung / Politische Kommunikation

 
   
 
   

Abschlussarbeiten im Magister, Diplom und Bachelor

1. Was?

1.1. Ziel der Abschlussarbeit im  Magisterarbeit/Diplomarbeit/Bachelor

Die Abschlussarbeit (Magisterarbeit/Diplomarbeit) ist eine Prüfungsarbeit, mit der die wissenschaftliche Ausbildung beendet wird. Sie soll zeigen, dass der Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus seinem Fach selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse klar und verständlich darzustellen. In der Arbeit soll der Studierende zeigen, dass er eine kommunikationswissenschaftlich relevante Frage auf der Basis wissenschaftlicher Theorien und Methoden beantworten kann. Insofern wird mit jeder Abschlussarbeit Neuland betreten, da auf eine bisher noch nicht beantwortete Frage eine wissenschaftliche Antwort gegeben wird. Damit wird im Regelfall auch die Belastbarkeit von Theorien und Methoden geprüft, aber deren Weiterentwicklung wird von einem Kandidaten nicht verlangt.

 

1.2. Fragestellung

Aus dieser Zielsetzung ergibt sich, dass die Fragestellung in der Regel Anwendungsrelevanz oder gesellschaftliche Relevanz haben soll. Es ist aber grundsätzlich auch möglich, eine eher grundlagenorientierte oder methodenorientierte Frage zum Ausgangspunkt zu nehmen und sie auf der Basis wissenschaftlicher Theorien und Methoden zu beantworten. Themen und Fragestellungen können von den Kandidaten vorgeschlagen werden.

 

1.3. Methode

Im Regelfall soll die Beantwortung der Frage unter Nutzung empirischer Methoden geschehen. Dies setzt die Aufarbeitung des Forschungsstandes voraus. Daraus sollte sich die Wahl eines theoretischen Ansatzes ergeben, der die weitere Untersuchung leitet.

2. Wann?

2.1. Anmeldung

Vorbesprechungen für die Abschlussarbeit sollten rechtzeitig (d.h. mindestens 2 Monate) vor der offiziellen Anmeldung erfolgen.

 

2.2. Vorgespräch

Grundlage für ein erstes Gespräch ist die Vorstellung eines (schriftlich formulierten) Themas durch den Kandidaten. Dabei sollte deutlich werden, welche Fragestellung der Kandidat verfolgt, welche Relevanz er dem Thema zumisst und wie er vorgehen will. Hat der Kandidat noch keine Themenvorstellung, macht der Betreuer Vorschläge (Themenvorschläge befinden sich auf dieser Webseite). Auf Grundlage des Vorgesprächs wird entschieden, ob eine Betreuung stattfinden wird.

 

2.3. Exposé

Innerhalb von 3 Wochen nach Vereinbarung des Themas ist ein Konzept (Exposé) vorzulegen, auf deren Basis der Betreuer dann evtl. auch dazu raten kann, ein anderes Thema zu wählen oder das vorgelegte Thema umzuformulieren. Aus dem zwei- bis dreiseitigen Konzept geht hervor, was warum wie und wann bearbeitet werden soll. Dies bedeutet, dass zu diesem Zeitpunkt auch bereits geprüft sein muss, ob die Durchführung der Studie gewährleistet ist, indem beispielsweise geklärt wird, ob ein externer Partner zur Verfügung steht usw.

 

Das Expose soll also klare Aussagen zum Gegenstand der Untersuchung, der Relevanz des Vorhabens, der geplanten methodischen Vorgehensweise und den theoretischen Grundlagen – soweit dies bereits klar sind oder Vorstellungen dazu vorhanden sind – enthalten. Darüber hinaus sollte eine Grobstruktur der Arbeit sowie ein Zeit- und Finanzierungsplan vorgelegt werden.

 

2.4. Kolloquium und Konsultationen

Während der Erstellung der Abschlussarbeit werden Kolloquiumstermine angeboten, an dem alle von mir betreuten Kandidaten teilnehmen können. Im Rahmen dieser Veranstaltung erhalten die Kandidaten die Möglichkeit ihr Examensprojekt vorzustellen und zur Diskussion zu stellen. Jeder Kandidat sollte mindestens einmal seine Arbeit im Rahmen des Kolloquiums präsentieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, individuelle Konsultationstermine zu vereinbaren.

 

2.5. Zwischenbericht

Spätestens nach 3 Monaten hat der Kandidat einen Zwischenbericht vorzulegen. In dem Bericht sollte der bisher erreichte Fortschritt kurz dargestellt werden. Zudem sollte der Bericht ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis, eine Seite des Literaturverzeichnisses sowie einen ca. 5seitigen 

3. Wie?

3.1. Umfang

Als Untergrenze der Abschlussarbeit werden 70 und als Obergrenze 110 Seiten Text festgelegt (ohne Literaturverzeichnis und Anhang). Unter- oder Überschreitungen sind möglich, aber begründungspflichtig.

 

3.2. Kosten

Die finanziellen Mittel für die Abschlussarbeit müssen von den Kandidaten selbst aufgebracht werden, deswegen müssen kostengünstige Lösungen gewählt oder externe Partner gewonnen werden. Der finanzielle Aufwand ist häufig bei experimentellen Designs und bei Inhaltsanalysen geringer. Ausdrücklich befürwortet werden auch Sekundäranalysen von vorhandenen Daten (siehe dazu insbesondere den Datenbestand des ZA).

 

3.3. Inhaltliche und formale Anforderungen

Unverzichtbar bei der Ausarbeitung der Abschlussarbeit ist die Einhaltung der formalen Bestimmungen, wie sie in der entsprechenden DIN-Norm und ergänzend im „Leitfaden für mündliche und schriftliche Präsentationen“ festgelegt wurden. Die zentralen inhaltlichen Qualitätsdimensionen einer Arbeit sind:

Wichtigkeit, Gründlichkeit und Verständlichkeit.

 

3.3.1. Wichtigkeit

Die gewählte Fragestellung soll wichtig sein für das Fach, die berufliche Praxis und/oder die Gesellschaft.

Positiv bewertet werden originelle, innovative Fragestellungen Das können Fragestellungen sein, die für das Fach „Medien- und Kommunikationswissenschaft“ eine Innovation darstellen, aber auch Fragestellungen, die deshalb fachlich innovativ sind, weil sie eine interdisziplinäre Herangehensweise notwendig machen, oder Fragestellungen, die von der Medienpraxis bislang nicht gestellt wurden. Die Wichtigkeit ist auch hinsichtlich der Ergebnisse zu beurteilen. Positiv bewertet wird, wenn neue Einsichten ermittelt wurden, wenn die Ergebnisse verallgemeinerbar sind und wenn die Ergebnisse hinreichend differenziert sind.

 

3.3.2. Gründlichkeit

Die gewählte Fragestellung soll theoretisch und methodisch gründlich bearbeitet werden.

Der Forschungsstand soll hinreichend breit und tief aufgearbeitet werden; die relevante Literatur soll kritisch reflektiert werden. Der gewählte theoretische Ansatz soll für die Bearbeitung der Forschungsfrage geeignet sein und sich als fruchtbar erweisen. Das methodische Vorgehen soll der Fragestellung und dem theoretischen Ansatz entsprechen. Das Verhältnis von Theorie und Empirie sowie von Deskription und Erklärung soll ausgewogen sein. Die eingesetzten Instrumente und Verfahren sollen der Komplexität des Gegenstandes gerecht werden. Die Datenbasis soll hinreichend umfangreich sein. Die Datenauswertung soll sich präzise auf die Fragestellung beziehen.  Die Interpretation der Ergebnisse soll nicht zu vorsichtig, aber auch nicht zu weitgehend erfolgen. Die Ergebnisse sollen mit der Theorie konfrontiert werden und daraus theoretische Schlussfolgerungen gezogen werden.

 

3.3.3. Verständlichkeit

Die Vorgehensweise und die Ergebnisse sollen verständlich dargestellt werden.

Eine Argumentationslinie soll klar entwickelt werden und sich in der Struktur der Arbeit widerspiegeln. Die einzelnen Schritte des Forschungsprozesses sollen intersubjektiv nachvollziehbar dargestellt werden. Die Abhandlung soll verständlich formuliert werden. Ein flüssiger Stil, sichere Rechtschreibung, eine ansprechende Gestaltung und funktional eingesetzte Visualisierungen sind selbstverständliche Voraussetzungen von Verständlichkeit.

 

Abgeschlossene  Abschlussarbeiten

Folgende Abschlussarbeiten wurden von mir betreut

1. Arbeitsbedingungen von ausländischen Journalisten im Iran

2. Videojournalisten. Chancen und Risiken eines neuen Berufsfeldes Im Fernsehjournalismus

3. Wie prägen Massenmedien ein Nationenimage? Eine Untersuchung zum Deutschlandbild von Asylsuchenden

4. Kriterien der Musikselektion. Über die Auswahl unbekannter Musik im Internet

5. Die Entwicklung des Wissenschaftsjournalismus in Deutschland Eine inhaltsanalytische Verlaufsstudie der Berichterstattung

6. Täter und Opfer. Eine Untersuchung der Presseberichterstattung zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust in Polen und Deutschland 1995 und 2005

7. Zukunftsmusik. Musikmediennutzung Jugendlicher heute und morgen

8. Versteckter Erfolg oder vergebene Bildungsmühe? Das Hochschulmagazin "alpha campus“ auf dem qualitativen Prüfstand

9. Fernsehen macht Schule. Wissensvermittlung durch Fernsehen am Beispiel der Kindersendung „Anschi und Karl-Heinz“ auf BR-alpha

10. Das Phänomen Weblogs – Beginn einer Medienrevolution? Eine Annäherung an die Beantwortung mit Hilfe einer Analyse der Glaubwürdigkeit und Qualität aus Sicht der Rezipienten

 

Aktuelle Abschlussarbeiten

Zur Zeit werden bei mir Abschlussarbeiten zu folgenden Themen angefertigt

1. Dauerbrenner Reality-TV

 

Downloads

Merkblatt Abschlussarbeiten (pdf)

Themenvorschlaege Abschlussarbeiten (pdf)

Hinweise Wissenschaftliches Arbeiten (pdf)

 

 

   
E-Mail

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Telefon        
 03677/694654

 

Zimmer MeZ 227
   

Sprechstunde in der Vorlesungszeit:

Mi 14-15 Uhr